2012 überholt Mundpropaganda die Klassik

Alexander Koerner am 12. November 2007 um 12:43 12 11 2007

Gemäß einer aktuellen Umfrage von TWI Surveys im Auftrag der Society for New Communications Research unter Marketingentscheidern wird Social Media und Conversational Marketing (Mundpropaganda Marketing) das klassische Marketing bis 2012 überholen.
Zwar steht der Einsatz von Mundpropaganda Marketing sowie die systematische Nutzung sozialer Medien wie MySpace oder Facebook noch am Anfang, Marketingentscheider rechnen jedoch mit einem signifikanten Wachstum von Akzeptanz und Budgeteinsatz innerhalb der nächsten 5 Jahre.
Von den Umfrageteilnehmern

  • gaben 70% an, aktuell nur rund 2,5% oder weniger ihres Marketingbudgets für Conversational Marketing einzusetzen;
  • werden 2/3 den Budgetanteil für Conversational Marketing in den nächsten 12 Monaten ausweiten;
  • prognostizieren 57%, dass sie innerhalb der nächsten 5 Jahre mehr Budget für Conversational Marketing einsetzen werden als für klassisches Marketing;
  • glauben 23,8%, dass in 5 Jahren ihr Budgeteinsatz für Conversational Marketing dem für klassische Maßnahmen entsprechen wird;
  • prognostizieren also insgesamt 81% dass sie bis 2012 mindestens genauso viel Budget für Conversational Marketing wie für klassisches Marketing einsetzen werden.
  • So wird das Marketing der Zukunft neben den bekannten 4 Ps durch 2 Cs - Conversation und
    Community - bestimmt werden. Als Hinderungsgründe bereits heute mehr in Conversational Marketing zu investieren gaben die Befragten an:

  • zu wenig qualifizierte Manpower (51,1%)
  • Angst vor dem Kontrollverlust (46,9%)
  • Fehlende / unpassende Metriken zur Erfolgsmessung (45,4%)
  • Unternehmenskultur (43,5%)
  • Probleme intern den Wandel zu verkaufen (35,8%)

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    4 Antworten zu “2012 überholt Mundpropaganda die Klassik”

    12 12 2007
    Alex (15:44:04) :

    Und ich dachte, die Mundpropaganda ist klassisch… Auch Römer haben sie benutzt…

    10 01 2008
    CMF (15:32:17) :

    Stimme Alex zu. Ist mal wiedr eine der unqualifizierten, hysterischen Meldungen.

    11 01 2008
    Alexander Koerner (15:24:00) :

    @ CMF: Man kann sicherlich trefflich darüber diskutieren, ob sich ein anhaltender Trend des Mitteleinsatzes über die nächsten 5 Jahre hinweg prognostizieren lässt und ob die Aktualität und Dynamik des Themas nicht zu gar optimistischen Einschätzungen der Befragten führte. Trotzdem ist dies weit von Hysterie entfernt. Unqualifiziert ist hingegen eine sicherliche unzutreffende Bewertung. Schließlich sind diese Einschätzungen weder vom Himmel gefallen noch im “stillen Kämmerlein” eines zweifelhaften Experten entstanden sondern resultieren aus systematischer Marktforschung…

    29 02 2008
    Sebastian Lau (09:14:42) :

    Das klingt sehr interessant. Erst vor einigen Tagen las ich in der Brand Eins einen Artikel, der das unterstützt. Was mich interessiert - wo sind die Agenturen, die über mangelnde Manpower klagen? Ich wäre bereit. Vor einigen Jahren stieg ich aus der klassischen Werbung aus. Sie ist meist unglaubwürdig, ökologisch und sozial fragwürdig und man ist viel zu sehr von Bart-Brillen- und Bedenkenträgern umgeben. Zu den ersten zwei Gruppen gehöre ich selber, aber von der dritten habe ich die Nase mehr als voll. Trotzdem habe ich seit 2003, dem Jahr meines Einstiegs aus dem Ausstieg, immer wieder lustvoll Aktionen ersonnen, die heute als Conversational Marketing bezeichnet werden. Dazu zählt bspw. die Verknüpfung von protestlerischen Kunstperformances mit einer Sehenswürdigkeit, die überregional im Bewusstsein vieler Menschen verankert ist, um Aufmerksamkeit für ein Festival zu erzielen. Und das natürlich mit Finanzmitteln, für die kein Etatverwalter auch nur einen Strich in seinem Moleskine machen würde.

    Also, wer Lust auf einen Freak hat oder ein Unternehmen gründen will, das Spaß macht, der sollte sich bei mir melden. Mag sein - wir verstehen uns. Ich lebe übrigens in der finstersten Provinz - auf Rügen - das allerdings sehr gern. Aber die große, weite Welt ist ja sehr klein geworden seit dem Web 2.0.

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