Stefan Hoevel am 19. August 2008 um 17:52
19082008
Social Media bestimmt die Schlagzeilen und das wird sich auf absehbare Zeit auch nicht ändern. Egal ob im Kontext von Social Media Analysen, Social Media Monitoring, Social Media Releases oder damit zusammenhängend einer ganzen Social Media Industry. Doch was oder wer verbirgt sich dahinter? Im weitesten Sinne wohl jedes Unternehmen, das sich mit Social Media befasst, also Agenturen, Marktforschungsunternehmen, Medien, Community- und Social Network Betreiber und vieles mehr. Und natürlich das Individuum als Lieferant der Inhalte.
Doch wo sind die Social Media Experts? Es ist scheinbar eine Spezies, die zwar bei spezialisierten Dienstleistern, in den Unternehmen selbst aber noch nicht anzutreffen ist. Bedeutet es möglicherweise, dass es für eine der grössten Veränderungen in den Medien und dem Marketing auch keine Positionen gibt? Eine kurze Analyse auf xing ergab tatsächlich weniger als eine Handvoll Fachkräfte, die heute explizit mit diesem Themengebiet bei einem Markenartikler betraut sind. Die Vermutung liegt somit nahe, dass das Thema möglicherweise vollständig outgesourced wird, analog bisheriger Marktforschungsaufgaben. Bedenklich ist dabei die extrem niedrige Priorität im Vergleich zu dem wachsenden Massnahmenkatalog (z.B. Word-of-Mouth- oder Viral-Marketing), mit dem Social Media (oder Buzz) erzeugt werden soll und zugleich die Diskrepanz zwischen Bedeutung und Ressourcen im Vergleich zu klassischer Marktforschung. Lesen »
Alexander Koerner am 8. August 2008 um 15:23
8082008
Die Fortsetzung von ‘Als der Verbraucher die Werbung verließ‘ zeigt wunderschön überzeichnet wie überfordert klassische Marketeers von der neuen Marktrealität und der neuen Rolle der Verbraucher häufig sind.
In einem aktuellen Artikel in der wuv gelesen: Oliver Voss, Vorstand Jung von Matt und Leiter der Miami Ad School Europe äußert sich auf seiner eigenen Website via Video zum Thema virales Marketing.
Was ist hieran spannend bzw. wert darüber zu bloggen? Ganz einfach – nun haben auch die großen Agenturen virales Marketing als „Big Business“ entdeckt. Und zwar als Strategie, um den „alten Dampfer“ Advertising auf Kurs zu halten. Was Oliver Koss (und andere Werber) im Video (Online Stars) nämlich suggerieren, ist in Kurzform Folgendes:
- Virals können alle machen, die kreativ sind (also nicht nur Spezialagenturen)
- Virals sind nicht billig (Agenturen dürfen in der Kreation also teuer sein)
- Virals substituieren Advertising, sind aber eigentlich Advertising
- Cross-mediale Verwendung von Virals ist möglich und damit auch Aufgabe einer Leadagentur
- Virals sind auch langfristig anlegbar, d.h. ganz im Stile von Kampagnen
- Seedingkosten = Mediakosten
Somit funktioniert das alte Advertisingmodell immer noch, da auch die Mediaagenturen versuchen, das virale Seeding heute buchbar und planbar zu machen. 2008/2009 wird also verspätet, aber doch noch verstärkt den Einzug des viralen Themas in den großen Agenturen bringen. Dies macht Werbung per se sicherlich unterhaltsamer, ist aber auf der anderen Seite auch äußerst bedenklich. Warum? Lesen »