Der Durchbruch für die Verbrauchermeinung

Alexander Koerner am 17. August 2007 um 11:13 17 08 2007

Wie Andy Sernovitz aktuell in seinem Blog berichtet, wird der Einzelhandelsriese Wal*Mart Verbrauchern ab sofort das Bewerten und Kommentieren seines Sortiments ermöglichen.

walmart

Diese bislang in Deutschland hauptsächlich aus dem Buchhandel (z.B. Amazon) bekannte Praktik erfasst durch die Marktmacht von Wal*Mart nun auch den Konsumartikelbereich mit voller Wucht. Die Implikationen für das Konsumgüter-Marketing werden ebenso weitreichend wie schwerwiegend sein. Ein Weckruf für alle Unternehmen sich des Themas Marketing 2.0 dringend anzunehmen.






Selbst schlecht gemacht…

Nadine Vollmer am 15. August 2007 um 17:37 15 08 2007

Sugarcraft – oder wie man höchstpersönlich selbst für schlechte Mundpropaganda sorgen kann

Es gibt ein amerikanisches Forum für Tortendekoration mit mehr als 100.000 sehr engagierten, internationalen Mitgliedern, die durchaus bereit sind, für ihr Hobby – oder auch Beruf – ein wenig mehr Geld auszugeben für all die Lebensmittelfarben, Ausstecher, Bordürenschneider, Glitzer und Glimmer. Mit einem der Anbieter für solche Dekorationsmittel gab es in der Vergangenheit immer wieder schlechte Erfahrungen, die Mitglieder äußerten sich in Forumseinträgen über lange Lieferzeiten, unvollständige Lieferungen und schlechten Service.
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Erfolgsursache Mundpropaganda

Alexander Koerner am 9. August 2007 um 16:31 9 08 2007

Bezogen sich bislang die meisten Erkenntnisse zur Relevanz und zum (potenziellen) Erfolgs-
beitrag von Mundpropaganda auf den US-amerikanischen Verbraucher bzw. Markt, liegt nun mit der aktuellen Studie von DoubleClick vom Mai diesen Jahres eine konkrete Bezugnahme auf den Deutschen Markt vor.
Demnach bestätigt sich die herausragende Relevanz von Mundpropaganda in allen Phasen des Einkaufsprozesses. Als besonders interessant erscheint auch die Rolle von Mundpropaganda im internationalen Vergleich. So dürfen sich diejenigen zum Teil bestätigt fühlen, die angesichts der sehr positiven Daten aus den USA stets mahnten, dass sich der Deutsche Markt doch anders verhielte.
Dies hat sich bestätigt. Allerdings mit unvermuteten Vorzeichen. Die Studienergebnisse belegen, dass die Relevanz von Mundpropaganda im Deutschen Markt sogar noch stärker ausgeprägt ist als im US-Markt.

So erfahren Deutsche in den untersuchten Produktkategorien vor allem durch ihre Freunde (und damit Mundpropaganda) von interessanten Produkten.

DoubleClick WOM Awareness
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Apples WoM-Strategie

Ossi Urchs am 8. August 2007 um 11:08 8 08 2007

Was im letzten Post noch aus einer Umfrage abgeleitet werden musste, das hat Apple-Chef Steve Jobs nun anlässlich der Vorstellung neuer iMac-Rechner selbst ausgesprochen: Entscheidend für den weiteren Erfolg des Unternehmens ist eine WoM-Strategie, die nicht nur Marketing und Vertrieb, sondern insbesondere auch die Produktentwicklung definiert. O-Ton Jobs:

“Wir haben uns vorgenommen, nur das zu produzieren, was wir mit gutem Gewissen auch unseren Freunden empfehlen können.”

Consumer- (und selbstverständlich Mitarbeiter-) “Advocating” als Richtschnur der Entwicklung neuer Angebote. Wenn Apple es schafft, diese Vision “auf die Straße zu bringen”, ginge das allerdings weit über Word of Mouth und selbst den umfassenderen Ansatz eines “Marketing 2.0” hinaus, in Richtung eines zukünftigen “Enterprise 2.0″.






Beware of the hypermeister

Alexander Koerner am 2. August 2007 um 14:02 2 08 2007

Mit der zunehmenden Aufmerksamkeit die Mundpropaganda genießt, wächst erfreulicherweise die Zahl der klassischen Marketeers auf Anwender- und Dienstleisterseite die WOM für sich entdecken.

Schnell waren dann auch Dienstleister aus dem klassischen Marketing und Online-Umfeld ausgestattet mit ‘profundem’ Halbwissen zur Stelle. Sie entfachten einen Hype um das was WOM ihrer Meinung nach darstellte. Ein neues Tool um werbliche Botschaften schnell und wirtschaftlich zu verbreiten. Begriffe wie ‚virale Werbung‘ und ‚virales Marketing‘ machten die Runde und suggerierten Unternehmen das nun ein Ansatz bereit stünde der alle Welt über ihre Produkte sprechen lässt.

Aber haben sie wirklich verstanden um was es geht? Was WOM leisten kann und wie es funktioniert?

Man darf zweifeln. So fragt denn auch George Silverman in seinem interessanten Blog-Beitrag bereits
‘Is Word-of-Mouth Marketing losing its way?’.

Worum geht es wirklich? Sollen sich die Verbraucher über den ausgefallen (vergleichsweise aufmerksamkeitsstarken) Spot oder doch lieber (aufmerksamkeitsstark UND meinungsbildend UND absatzwirksam) über das Produkt und vor allem ihre Produkterlebnisse austauschen?

John Moore hat dies in seiner nachfolgenden Präsentation sehr schön auf den Punkt gebracht.